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    Themensession 4

    Nachhaltigkeit, Recycling, Kreislaufwirtschaft und Rohstoffverfügbarkeit

    Mit dem Hochlauf alternativer Antriebstechnologien verschieben sich die CO2-Hotspots der Automobilindustrie in die Vorketten (Materialien, Produktion). Die Strategie zur Reduktion des CO2-Footprints geht daher weit über die Nutzungsphase des Produkts hinaus und betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges von den Rohstoffen über die Produktion bis hin zum Recycling. Diese ganzheitliche Betrachtungsweise aller Wertschöpfungsstoffen und Umweltauswirkungen spiegelt sich in den „Design-for-Sustainability“-Strategien der Automobilindustrie wider.

    Fahrzeuge ressourcenschonend herstellen, lange nutzen, reparieren, recyclen, wiederverwenden. Die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft sind in der Automobilindustrie fest verankert. Ein Drittel eines Fahrzeuges besteht bereits heute aus Sekundärmaterialien. Zudem spielt im Fahrzeugbau Materialeffizienz aufgrund des überdurchschnittlichen Materialkostenanteils eine große Rolle. Materialeffizienzstrategien umfassen u.a. ein ressourcenschonendes Produktdesgin, optimierte Produktionsprozesse, materialschonende Lagerhaltung sowie interne Kreislaufführung

    Hinsichtlich der Langlebigkeit sind Fahrzeuge für einen Betrieb von über 200.000 km geschaffen. Sie sind häufig über 20 Jahre unterwegs und damit eines der langlebigsten Verbraucherprodukte. Dabei wechseln häufig die Halter der Fahrzeuge. Dies gelingt nur, indem Kunden noch 15 Jahre nach Produktionsende eines Fahrzeuges mit neuen und wiederaufbereiteten Ersatzteilen versorgt werden.

    Nach Lebensende ist ein Fahrzeug zu mindestens 85 Prozent recycelbar. Dies ist ein Spitzenwert im Vergleich zu anderen Verbraucherprodukten.

    Dennoch gibt es Verbesserungspotenzial, die im Sinne der „shared responsibility“ einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft von unterschiedlichen Akteuren gehoben werden müssen. Genau darum geht es in der vierten Themensession zu Circular Economy.