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    Themensession 6

    Digitalisierung als strategisches Element — und Erfolgsgarant für die Automobilindustrie

    Die Automobilindustrie hat die Technologien entwickelt und integriert, um die einzelnen Stufen vom assistierten über das automatisierte hin zum autonomen Fahren zu ermöglichen.

    Fahrzeughersteller und Zulieferer entwickeln immer leistungsfähigere Umfeldsensorik. Die Kombination von Radar-, Ultraschallsensoren mit Lidar- und Kamerasysteme schafft die Basis für immer mehr Funktionalitäten und ermöglichen dadurch die automatisierten und autonomen Fahrfunktionen.

    Bekannte Funktionen wie zum Beispiel des Tempomaten und des Spurassistenten wurden kontinuierlich verbessert und weiter fusioniert. Mit immer neuen leistungsfähigeren Sensoren und Aktuatoren verbunden mit einer hohen Leistungsfähigkeit der bordeigenen Steuergeräte werden so immer weitere Anwendungen ermöglicht. 

    Fahrerassistenzsysteme sowie automatisierte und fahrerlose Funktionalitäten bilden jedoch nur einen Teil der Lösung für die Herausforderungen der Mobilität. Ebenso wichtig ist der Austausch relevanter Informationen, auch Vernetzung genannt. Sie sorgt dafür, dass Fahrzeuge nicht nur selbst intelligent agieren und den Fahrer unterstützen. Durch Vernetzung profitieren Fahrzeuge, Fahrer und Insassen auch von der Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern und der Infrastruktur.

    Als erstes Land weltweit hat Deutschland 2021 mit dem Gesetz zum autonomen Fahren einen nationale Rechtsrahmen für das autonome Fahren nach Level L4 verabschiedet. Damit das Gesetz auch Wirkung entfaltet müssen die Regeln für die Erteilung der Betriebserlaubnis für die Fahrzeuge und die Genehmigung des festgelegten Betriebsbereichs folgen.

    Autonomes Fahren stellt hohe Ansprüche an Technik, Infrastruktur und Recht und die deutsche Automobilindustrie träg Ihren Teil dazu bei.  

    Um die große Bandbreite an Usecases wie zum Beispiel dem Shuttleverkehr, dem nachfrageorientierten Transport von Personen und Gütern auch auf der ersten und letzten Meile sowie der Einsatz von „Dual Mode Fahrzeugen“ in Hub2Hub-Anwendungen und bei Automated Valet Parking Systemen über den Geltungsbereich des deutschen Rechts hinaus auf Europa und international zu ermöglichen, muss auch auf EU- und UN-ECE-Ebene eine international einheitliche Regulierung getroffen werden.