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    Themensession 3

    Infrastruktur für die Zukunft

    Das Auto wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle in unserem Mobilitätssystem behalten. Mobilität ist ein Grundbedürfnis des Menschen – und das in allen Facetten zu erfüllen, ist eine immer größere Herausforderung. Der Erfolg wird maßgeblich von einer leistungsfähigen Infrastruktur abhängen. 

    Die Bereitstellung von Energie in der Form von Strom, gasförmigen und strombasierten Kraftstoffen rückt zunehmend in den Mittelpunkt beim Einsatz von alternativen Antrieben. Der Energienetzinfrastruktur mit einer wirtschaftlich betreibbaren Lade- und Tankinfrastruktur sowie dem Smart Grid - der intelligenten Netzintegration von Fahrzeugen, Batteriepufferspeichern oder Wärmepumpen - kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Ohne diese ist weder eine erfolgreiche Verkehrswende möglich, noch kann die Sektorkopplung als Schlüsselelement der technologischen Entwicklung im Verkehrsbereich das notwendige Potenzial voll ausschöpfen.

    Darüber hinaus hat die digitale Transformation zusätzliche Herausforderungen, aber einen gemeinsamen Nenner: sie ist mit enormen volkswirtschaftlichen Möglichkeiten verbunden – und sie stellt Anforderungen an die digitale Infrastruktur, die diese heute noch nicht durchgängig erfüllt. Leistungsfähige und nachhaltig ausgestaltete Digitalinfrastrukturen sind deshalb notwendige Voraussetzung für Innovation in der Automobilindustrie. 

    Beispielsweise funktionieren das Automatisierte und Vernetzte Fahren, der Datenaustausch oder die Produktion 4.0 nur mit geeigneter Datenübertragung. Gefragt sind geringe Latenzzeiten und hochbitratige und sichere Übertragungsmöglichkeiten. Im globalen Wettbewerb können Unternehmen nur bestehen, wenn die Digitalisierung flächendeckend auf leistungsfähige und skalierbare Breitband- und Mobilfunknetzen der neuesten Generation aufsetzt. 

    Im Falle des automatisierten Fahrens steigen die Anforderungen an die IT- und Kommunikationsinfrastruktur mit dem Grad der Automatisierung und der zunehmenden Vernetzung zwischen unterschiedlichen Verkehrsträgern, Verkehrsmitteln und der Straßeninfrastruktur. Neue digitale Angebote und verkehrsträgerübergreifende Plattformen ermöglichen beim Reisen die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel. Individuelle Mobilitätsbedürfnisse können dadurch einfach, schnell und bezahlbar bedient werden. Eine Vernetzung des Mobilitätssystems bietet also die Chance, das Verkehrssystem verkehrsträgerübergreifend effizienter und komfortabler zu gestalten. Auch für den Aufbau eines umwelt- und nutzerfreundlichen Mobilitätssystems können Automatisierung und Vernetzung einen großen Beitrag leisten. Die Infrastruktur hat dabei zunächst eine unterstützende Funktion, wird zunehmend aber zur notwendigen Bedingung.